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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der acht deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

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Für Naturkatastrophen und Klimawandel vorsorgen

Für Naturkatastrophen und Klimawandel vorsorgen

Gebäude des Oikocredit-Partners Ormoc City wurden durch den Taifun Haiyan zerstört

Gebäude des Oikocredit-Partners Ormoc City wurden durch den Taifun Haiyan zerstört

30. November 2015

Naturkatastrophen treffen alle. Doch am meisten darunter zu leiden haben in der Regel Menschen mit geringem Einkommen.

Besonders für die Landwirtschaft haben Naturkatastrophen verheerende Folgen. Sie vernichten Ernten, Viehbestände und Futterpflanzen und bedrohen die Ernährungssicherheit und die Fähigkeit der Bauern, die Nachfrage zu decken. Sie stören die Anbauzyklen und die Wasserversorgung. Betreiber kleinbäuerlicher Betriebe gehören zu den einkommensschwächsten Menschen der Welt und leiden dadurch besonders unter Naturkatastrophen und Klimaveränderungen.

Die Philippinen sind das am drittstärksten durch Naturkatastrophen gefährdete Land nach Vanuatu und Tonga. Auch der Klimawandel spielt dabei eine Rolle. Der Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Erderwärmung ist für die Philippinen ebenfalls bedenklich – sie stehen an fünfter Stelle unter den Ländern mit der größten Zahl dadurch gefährdeter Menschen bis 2050.

Programmstart in einer betroffenen Region

Vor diesem Hintergrund hat Oikocredit die Philippinen als Pilotregion für ein neues Schulungsprogramm ausgewählt: Es geht um Katastrophenvorsorge und -management für Partnerorganisationen. Die Initiative dazu startete Oikocredit Anfang 2014 angesichts des Taifuns Haiyan und anderer Katastrophen in den vergangen Jahren. Das Schulungsprogramm soll das Bewusstsein der Partner für die Katastrophenvorsorge schärfen. Die Themen reichen von Gefährdungsbeurteilung und Gefahrenkartierung über die Aufstellung von Notfallplänen bis zur Erarbeitung angepasster Strategien zum Katastrophenschutz.

Nach der Schulung kam der Taifun

Zugrunde liegt ein langfristiges Konzept, mit dem die Verluste an Menschenleben, Ernten und Eigentum minimiert werden sollen. Denn es liegt im Interesse von Oikocredit, die Strategien ihrer Partner zu mehr Katastrophenresistenz und zur Risikominderung zu unterstützen.

Fast erscheint es wie ein Wink des Schicksals, dass der Taifun Ruby, der zweitstärkste tropische Zyklon auf den Philippinen im Jahr 2014, das Land nach dem Schulungsworkshop zur Katastrophenvorsorge erreichte. Pater Elmo Manching, Vorstandsvorsitzender der Kreditgenossenschaft OCCCI, die an der Schulung teilgenommen hatte, berichtete: „Die Oikocredit-Schulung hat uns geholfen, uns besser vorzubereiten. Das hat uns in die Lage versetzt, weiterzumachen und zuversichtlicher in die Zukunft zu schauen.“

Katastrophenvorsorge als fester Bestandteil der Praxis

Viele Oikocredit-Partner in aller Welt sind sich über die Folgen des Klimawandels, vor allem in der Landwirtschaft, im Klaren. Viele von ihnen haben bereits den Umweltschutz in ihre Arbeitspraxis integriert und ihre Geschäftspläne um Mechanismen zur Katastrophenvorsorge ergänzt.
Die Erfahrungen aus dem Schulungsprogramm zur Katastrophenvorsorge werden jetzt ausgewertet. Anschließend wird es für andere Länder wie Kambodscha, Vietnam und Indonesien angepasst und umgesetzt.

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