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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der acht deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

Förderkreis Baden-Württemberg
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Vom guten Umgang mit Geld

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Und ob Frauen das können!

Und ob Frauen das können! - Vortrag zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Fairen Woche.

09. September 2019

„Und ob Frauen das können!“ – passend zur Fairen Woche mit dem Schwerpunkt "Geschlechtergerechtigkeit" ist Oikocredit-Bildungsreferentin Dr. Christina Alff mit ihrem Vortrag in Baden-Württemberg unterwegs. Sie spricht darüber, wie Kredite, neue Absatzwege und Fortbildungen Frauen ökonomisch und persönlich unabhängiger machen. Alff hat Kreditnehmerinnen und Kleinbäuerinnen in Indien, Bolivien und Peru besucht. Sie arbeitet seit Jahren zu den Themen Gleichberechtigung und „Empowerment“.

„In vielen Entwicklungsländern leiden Frauen unter Gewalt, Benachteiligungen und Ausbeutung – dabei sind sie der Motor für nachhaltige Entwicklung“, so Dr. Christina Alff, die selbst lange in diesen Ländern unterwegs war. Aus eigener Erfahrung weiß sie: Wenn Frauen ein eigenes Einkommen haben, verbessern sich die Ernährung, Gesundheit und Schulbildung ihrer Kinder. Das ist auch das Anliegen der Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit, die Frauen über den Fairen Handel oder Mikrofinanz unterstützt.

Kredite für stille Örtchen

So zum Beispiel in Indien, wo Oikocredit das Unternehmen GUARDIAN finanziert. Die Mikrofinanzinstitution vergibt Kleinkredite – bevorzugt an Frauen, die damit ein kleines Unternehmen aufbauen oder ihre Lebensumstände verbessern. „Dass rund die Hälfte der indischen Bevölkerung weder fließend Wasser noch eine eigene Toilette hat, kann sich bei uns kaum einer vorstellen“, erklärt Dr. Alff. „Fäkalien sind ein echtes Problem. Sie gefährden Gesundheit und Trinkwasser. Für Mädchen und Frauen birgt der abendliche bzw. nächtliche Gang auf’s Feld ein weiteres Risiko, nämlich, dass sie von Männern belästigt oder gar vergewaltigt werden“, so Alff weiter. Daher sei es durchaus sinnvoll, Mikrokredite für Toiletten, Wasseranschlüsse und Duschen zu vergeben. Wichtig bei der Arbeit von GUARDIAN sei zudem, dass nicht nur Kredite vergeben werden. „Die Mitarbeiter*innen leisten Bildungsarbeit und klären in Workshops über den Zusammenhang von Fäkalien und Krankheiten auf“, berichtet Dr. Christina Alff. Das verbessert das Leben der Menschen vor Ort substantiell.

Frauen an die Spitze

Wieder ein Besipeil aus Indien: Dort sind die Management-Positionen überwiegend mit Männern besetzt, während die Kreditsachbearbeitung sehr häufig von Frauen gemacht wird. Hier ist es wichtig, darauf hinzuarbeiten, dass auch Frauen in die Leitung von Mikrofinanzinstituten und sozialen Unternehmen gelangen.

In Peru hat Oikocredit einen Workshop speziell für Mitarbeiterinnen von Mikrofinanzinstituten initiiert, um überhaupt erst ein Bewusstsein zu generieren, dass Frauen, ebenso wie Männer, Posten im höheren Management übernehmen können.

Mit einer Geldanlage Frauen “empowern”

Unterstützt wird das Ziel der weltweiten Geschlechtergerechtigkeit von über 8.000 Oikocredit-Anleger*innen aus Baden-Württemberg und von insgesamt 57.000 Privatpersonen und Institutionen weltweit. Denn mit deren Geld hat Oikocredit u.a. ein Darlehen von umgerechnet knapp 650.000 Euro an das Mikrofinanzinstitut GUARDIAN vergeben. Derzeit finanziert Oikocredit mehr als 650 soziale Unternehmen in über 60 Entwicklungsländern. Außerdem hat die Genossenschaft seit fast zehn Jahren eine Gender Policy. Diese beeinflusst u.a. die Auswahl der Partner und untersucht, ob es eine Gleichstellungsrichtlinie gibt. 

Schwerpunkt der bundesweiten Fairen Woche 2019 ist "Geschlechtergerechtigkeit". Bestärken von Frauen in Indien, Bolivien und Peru - damit beschäftigt sich der Vortrag von Frau Dr. Alff, mit dem sie in den kommenden Wochen in Baden-Württemberg unterwegs sein wird.

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